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Werke

Sara Noxx & Markus Förster – „ 2x Liebe zum Mitnehmen, bitte!“ (2013)

… und während ich

über glühende kohlen laufe

schüttelst du weiter die betten aus…
… und während du läufst,
ersticke ich an den  unerfüllten Nachtträumen
die ich versehentlich aus deinem Kissen schüttelte …“

Das literarische Erstlinxx-Gemeinschaftswerk der zwei Künstler ist ein unterhaltsamer Mixx aus Gesellschaftskritik, Alltäglichem und dem ewigen Leid der Liebe. Mit spitzer Feder machen Markus Förster und Sara Noxx einerseits mit Ironie und Sarkasmus, andererseits bestechend klar und direkt aufmerksam auf verschiedenste Mißstände innerhalb der Zelle Mensch als auch im System bestehend aus einer Vielzahl derer. Sie fordern auf, provozieren, analysieren, denunzieren, gestatten dem Leser einen Blick in die Abgründe der menschlichen Seele, tauchen ein in deren Tiefe, tauchen auf an deren Oberfläch(lichk)e(it), setzen ohne jede Scheu das Messer zum Schnitt, an für den Einzelnen wie für die Gesamtheit der innerhalb einer Gesellschaft lebenden Individuen empfindlichsten Stellen, an. „2x Liebe zum Mitnehmen, bitte!“ ist eine schonunxxlose Auseinandersetzung mit dem eigenen Denken und Fühlen, gipfelnd in lyrischen Zwiegesprächen. Sich aneinander entflammend, überzeugen Markus Förster und Sara Noxx unterhaltsam mit kritischen Texxten, die den Leser in eine sehr spezielle lyrische Welt der käuflichen Liebe entführen. Erschienen ist das Buch März 2013 im Tredition Verlag.

Markus Förster – „Ich suchte Glück und fand nicht mal Liebe“ (2010)

In Worten, Klängen, Bildern neue Wege sehen, gehen, schmecken, erleben, Übereinstimmung entdecken und dann: anders denken! So könnte man Markus Försters Streifzug durch die deutsche Sprache und seinen eigenen Texten beschreiben. Nachdem Förster gemeinsam mit Oswald Henke (Goethes Erben, fetisch: Mensch, Henke) im Jahre 2008 erfolgreich ihr Theaterstück „ZeitenWände“ im Leipziger Schauspielhaus uraufführten, veröffentlicht der Kolumnist nun seinen neuen Lyrikband „Ich suchte Glück und fand nicht mal Liebe“. Und so geht es, nach einer fast fünfjähriger Veröffentlichungspause wieder einmal „um die alltäglichen Boshaftigkeiten im menschlichen Leben: Mord, Folter, Totschlag, Schönheitsoperationen, Lügen, Verbrechen, Diskussionen, Liebe, Politik und…?“ Um möglichst wenig von anderen Menschen abhängig zu sein, hat sich Markus Förster dazu entschlossen sämtliche Verlagsangebote abzulehnen und vielmehr das Buch in gänzlicher Eigenregie zu veröffentlichen. So ist das Buch, welches auf 333 Stück limitiert ist, einzig unter der Homepage www.politischbedenklich.de zu beziehen. Übrigens wird das Buch „fremderöffnet“. So hat Thomas Sabottka das Vorwort zum Gedichtband beigesteuert.

Markus Förster – „Bildbetrachtungen“ (2005)

„Manch einem mag Markus Förster durch seine Kolumnen im Obliveon bekannt sein. Oder von seinen Lesungen. Mit spitzer Feder und Zunge, seziert Markus Förster den alltäglichen Wahnsinn, bleibt dabei aber auf eine sehr geschickte Art, immer etwas distanziert. Mit „Bildbetrachtungen“ legte er ein schmales Bändchen vor, an dem zunächst einmal die liebevolle Gestaltung und das grafisch überbordende Layout auffällt. Für mich, als Nichtlyriker, eine der besten Methoden um Lyrik in der heutigen Zeit noch unter das Volk zu jubeln. Es reicht schon lange nicht mehr, die Verse auf edlen Papier zu drucken, schlicht zusammenzubinden und zu hoffen, dass die schmächtige, bebrillte Germanistikstudentin, mit diesem Gedichtband im Café sitzt. Wobei letztere eh nicht Försters Zielgruppe sein dürfte. Und so darf es in „Bildbetrachtungen“ grafisch, aber vor allem auch schriftlich, schon mal blutig werden. Dass er dennoch keine Klischees bedient, merkt man schnell, auch wenn eine oberflächliche Betrachtung es nahe liegen lässt.
Markus Förster ist in seiner Lyrik zum Glück nicht nur einfach dem unerschöpflichen Thema „Liebe“ verfallen, sondern beschäftigt sich auch mit Politik. Und das macht den Reiz dieses kleinen Buches aus. Zwischen Wahn und Zerstörung, zwischen Liebe und Verzweiflung, zwischen Zynismus und scharfsinnigem Beobachter, steckt ein politischer Mensch. Und Kunst muss wieder mehr politisch werden. Die plakative Unterhaltung, die unreflektierte Berieselung ist nicht Försters Anspruch. Und so ist „Bildbetrachtungen“ genau das! Wie eine Ausstellung, für die man sich Zeit nehmen muss, mit der man sich auseinander setzen muss, die man reflektieren muss. Denn am Ende, ist es nicht nur ein Band gesammelter Lyrik und Kolumnen, sondern ein Statement eines denkenden und schaffenden Menschen.“ (Rezension: Thomas Sabottka, 2005)

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